Dienstag, 21. April 2015

Der Handel mit geschützten Arten im Internet soll effektiver bekämpft werden.

BfN Pressemitteilung

Bonn/Berlin, 21.04.2015: Der Handel mit geschützten Arten im Internet
soll effektiver bekämpft werden. Darum wollen Behörden, der IFAW und
Onlineplattformen ihre Zusammenarbeit verstärken. Auf einem Workshop in
Bonn beraten sie heute erstmals über neue Kooperationsformen und mögliche
Maßnahmen zur Regulierung und Eindämmung des illegalen Online-Handels mit
geschützten Arten.

Der illegale Online-Handel mit geschützten Tier und Pflanzenarten boomt
weltweit. Auch in Deutschland werden geschützte oder sogar vom Aussterben
bedrohte Arten verstärkt im Internet gehandelt. Diese einfache Art der
Abwicklung illegaler Geschäfte ist nicht nur angesichts der dramatisch
zunehmenden Wilderei auf Elefanten in Afrika ein großes Problem für den
Artenschutz. Neben Elfenbein vom Elefanten sind auf deutschsprachigen
Plattformen noch viele weitere geschützte Arten, insbesondere exotische
Reptilien, Amphibien, Vögel oder lebende Korallen aber auch Teile und
Erzeugnisse aus geschützten Arten wie Möbel, Musikinstrumente,
Ledererzeugnisse, Elfenbeinschnitzereien, Pelzprodukte oder ausgestopfte
Tiere, legal oder illegal erhältlich.

Sowohl Plattformbetreiber als auch Behörden und der IFAW (Internationaler
Tierschutz-Fonds) kämpfen bereits seit längerem gegen illegalen Handel
mit geschützten Arten. Mit dem heutigen Workshop soll eine verstärkte
Zusammenarbeit beginnen. Diskutiert wird unter anderem, ob
Plattformbetreiber mit Popup-Fenstern oder Filtern das Einstellen von
Angeboten mit geschützten Arten bzw. Produkten daraus eindämmen können
und inwiefern die Behörden und Verbände unterstützend aktiv werden
können.

Eine Strafverfolgung ist beim Online-Artenhandel oft mit erheblichen
Schwierigkeiten verbunden. Wichtig ist es daher, das Bewusstsein dafür zu
schärfen, dass auch bei Internet-Käufen die einschlägigen
Rechtsbestimmungen zu beachten sind und dass auch die Käufer in
besonderer Verantwortung stehen.

Um eine effektive Strafverfolgung leisten zu können, ist eine enge und
besonders schnelle Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden,
Verbänden und den Betreibern der jeweils betroffenen Handelsplattform
erforderlich. Dies hat in der Vergangenheit schon gut funktioniert und
soll nun weiter verbessert werden.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter:
http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5419


Hrsg: Bundesamt für Naturschutz
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