Donnerstag, 26. März 2015

Experten nennen es den stillen Kollaps

    
                             
                                                     
Liebe Freundinnen und Freunde,

als der erfahrene Seefahrer Ivan Macfadyen das letzte Mal den Pazifik überquerte, schlug er bei seiner Rückkehr Alarm:

„Normalerweise sehe ich Schildkröten, Delfine, Haie und riesige Vogelschwärme auf Nahrungssuche. Doch dieses Mal habe ich über 3000 Seemeilen hinweg weit und breit kein Leben gesichtet.”

Die Weiten des Ozeans, die einst voller Leben waren, lagen unter einer Mülldecke verborgen - totenstill.

Experten nennen es den stillen Kollaps. Auch wenn nur wenige von uns es erkennen, sind wir doch die Ursache dafür — Überfischung, Klimawandel, Übersäuerung und Verschmutzung zerstören die Weltmeere und löschen die Tiere aus, die darin leben. Und es geht dabei um mehr als die Vernichtung von Naturwundern, die seit Jahrtausenden existieren — die Zerstörung wirkt sich auf unser Klima und alles Leben auf der Erde aus.

Doch wir haben noch ein kleines Zeitfenster zum Handeln und im Jahr 2015 könnten wir das Blatt wenden — die UNO erwägt momentan eine Initiative, um Müllentsorgung und Plünderung auf hoher See zu stoppen. Und Großbritannien hat gerade angekündigt, dass es an einem der unberührtesten Orte der Welt das größte zusammenhängende Meeresschutzgebiet aller Zeiten einrichten wird.

Es könnten noch viele weitere Vereinbarungen dieser Art ins Rollen gebracht werden — das einzig wirkliche Hindernis ist der mangelnde politische Wille. Doch mit starkem öffentlichen Druck den politischen Willen zu erwirken, ist das, was unsere Gemeinschaft am besten kann.

Avaaz hat bereits geholfen, zwei der weltgrößten Meereschutzgebiete durchzusetzen. Wenn genug von uns jetzt etwas beisteuern, weiten wir unsere Kampagnenarbeit zum Schutz der Ozeane aus, um das Ruder herumzureißen und unsere Meere vor dem stillen Kollaps zu retten.

Ivans Beschreibungen seiner apokalyptischen Reise sind ein Weckruf zum Handeln. Legen wir sofort los.


Mit unseren Stimmen treten wir gegen Umweltsünder, Fischfang-Imperien und die Agrarindustrie an. Fangschiffe schürfen den Meeresboden ab und über 80% der Meeresverschmutzung stammt von Düngemitteln, Pestiziden und Plastikmüll an Land. Die Prognosen sind düster: Nicht einmal 50 Jahre könnte es dauern, bis unsere Ozeane komplett leergefischt sind. In 100 Jahren könnten alle Korallenriffe tot sein.

Doch die Natur an Land kann sich mit Hilfe von Schutzgebieten erholen und für die Ozeane gilt das gleiche. Wenn unsere Regierungen ausreichend große Meeresschutzgebiete einrichten und Gesetze zum Schutz der Meere durchsetzen, können sich die Ozeane wieder erholen.

Wenn wir jetzt genug Spenden zusagen, könnten wir ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten im Pazifik, Atlantik und der Antarktis erwirken und gegen illegalen Fischfang und die Agrarindustrie vorgehen, wenn diese unberührte Natur verwüsten, und uns für ein verbindliches UN-Abkommen über die Hochseefischerei einsetzen, damit 64% der Meeresoberfläche geschützt wird!

Der berühmte Meeresforscher Jacques Cousteau sagte: „Menschen schützen, was sie lieben.” Legen wir jetzt zusammen, um in Millionen von Menschen die Liebe für unsere Ozeane zu erwecken und sie dazu zu bringen, die Schätze der Meere zu wahren.

Klicken Sie unten, um eine Spende zuzusagen. Avaaz wickelt unsere Spenden nur ab, wenn genug zusammenkommt, um wirklich etwas zu bewirken:


Wir befinden uns in einer heiklen Lage, denn bislang sterben die Meeressäuger noch nicht so schnell aus wie die Säugetiere an Land. Und auch die Ökosysteme der Meere schrumpfen langsamer als die an Land. Bei unseren Ozeanen wurde der kritische Punkt noch nicht überschritten, doch genau das wird passieren, wenn wir nicht schnell und im nötigen Maße handeln. Es gibt auf der Welt keine andere Gemeinschaft, die das so gut kann wie wir.

Voller Hoffnung und Dankbarkeit für diese inspirierende Gemeinschaft,

Emma, Nell, Ricken, Mais, Danny und das ganze Avaaz-Team


WEITERE INFORMATIONEN:

Meerestieren droht eine dramatische Aussterbewelle (Die Welt)
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article136422269/Meerestieren-droht-eine-dramatische-Aussterbewelle.html

Meeresschutz: Die Hälfte der Ozeane ist stark vom Menschen beeinträchtigt (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/meeresschutz-die-haelfte-der-ozeane-ist-stark-vom-menschen-beeintraechtigt/11272408.html

Müllkippe Ozean: Inventur des schwimmenden Plastikmülls (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
http://www.faz.net/aktuell/wissen/natur/muellkippe-ozean-inventur-des-schwimmenden-plastikmuells-13314372.html

Und auf Englisch:

Naturschützer drängen Großbritannien zur Gründung des weltgrößten Meeresschutzgebietes (The Guardian)
http://www.theguardian.com/environment/2015/feb/10/conservationists-call-for-uk-to-create-worlds-largest-marine-reserve

Vereinte Nationen bewegen sich auf ein Abkommen über die Biodiversität in den Meeren zu (AFP)
http://www.japantimes.co.jp/news/2015/01/25/world/science-health-world/u-n-moves-toward-ocean-biodiversity-treaty/#.VPlOOmR4q-B

Unsere Meere sind kaputt (Newcastle Herald)
http://www.theherald.com.au/story/1848433/the-ocean-is-broken/--this/


                                
                    
        
 


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