Sonntag, 4. Januar 2015

Tierquälerei in Zoohandlung – Strafanzeige erstattet

http://www.tierschutzbuero.de/aufgedeckt-tierquaelerei-nuernberger-zoofachhandel-strafanzeige-erstattet/

Seit einigen Monaten wird dem Deutschen Tierschutzbüro immer wieder erschütterndes Bildmaterial aus einer Nürnberger Zoofachhandlung zugespielt. Dieses zeigt verletzte Tiere, die ganz offensichtlich unter kaum vorstellbaren Qualen leiden. Teilweise sind sogar in den Käfigen liegende Tierkadaver zu sehen. Die Tierschutzorganisation hat das zum Anlass genommen, Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Nürnberg zu erstatten.
Das Deutsche Tierschutzbüro e.V. ist schockiert über die Zustände in einer Nürnberger Zoofachhandlung. Ein Whistleblower informierte den Verein. In der Zoohandlung sind viele Tiere unterernährt und krank, werden offensichtlich nicht dem Tierarzt vorgestellt und verhungern zum Teil qualvoll. „Die dokumentierten Haltungsbedingungen sind in keiner Weise artgerecht – einige Tiere müssen in viel zu engen Terrarien und Boxen ihr Leben fristen, teilweise steht ihnen lediglich eine Plastikbox zur Verfügung“ so Dörte Röhl, Veterinärin vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. Dem Verein liegen Hinweise vor, dass kranke und verletzte Tiere in einem Quarantäneraum, verborgen vor den Blicken der Kunden, unter unvorstellbar schlechten Bedingungen gehalten werden. So sollen die Futtertiere in großer Anzahl (wöchentliche Lieferungen von 400 lebenden Mäusen und 300 lebenden Ratten) in wenigen Terrarien in sehr beengten Verhältnissen gehalten werden. Aufgrund des Platzmangels werden immer wieder Tiere unter den Wasserbehältern platt gedrückt und verenden qualvoll. Einige aus Tschechien angelieferte Mäuse sollen bereits bei der Ankunft krank gewesen sein. Es werden immer wieder Kadaver verstorbener Tiere aufgefunden, zuletzt der Körper einer bereits mumifizierten Ratte. Schlangen, die kein Lebendfutter annehmen, sollen bereits verhungert sein, obwohl sie eine andere Art der Fütterung geduldet hätten. Des Weiteren soll mindestens ein Königspython dauerhaft in einer Plastikschachtel (eigentlich für Futtertiere wie Grillen und Heuschrecken gedacht) gelebt haben. Eine ausreichende tierärztliche Versorgung erfolge offenkundig nicht – weder bei Tieren des Zoofachhandels selbst – noch bei Tieren in der angebotenen Urlaubsbetreuung.

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