Samstag, 10. Januar 2015

4 um den Tierschutz im Zirkus "verdiente" Politiker


Wir werden oft gefragt, warum es in Deutschland noch erlaubt ist, Wildtiere im Zirkus zu halten. Denn sowohl die Bundestierärztekammer, als auch der Bundesrat sowie die Bundestagsfraktionen der SPD, Grüne und Linke fordern seit Jahren das überfällige Verbot – ebenso wie eine deutliche Mehrheit der Deutschen.
Doch diese vier mächtigen Politiker halten aus ideologischen Gründen weiterhin ihre schützende Hand über die systembedingte Tierquälerei im Zirkus:


1. Volker Kauder – Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
volker.kauder@bundestag.de
Er wäre so gerne Zirkusdirektor geworden, schreibt Kauder über sich auf seiner Internetseite. Als „Ehrenfan“ des Circus Krone macht er regelmäßig der wegen Tierquälerei verurteilten Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone seine Aufwartung.
2. Edmund Stoiber – ehemaliger Parteivorsitzender der CSU:
info@stoiber.de
Dass die verhaltensgestörten Elefanten bei Circus Krone weiterhin jede Nacht an zwei Beinen fixiert werden, stört den Ehrenvorsitzenden der CSU nicht. Jährlich besucht er mit seiner Familie Deutschlands rücksichtslosesten Zirkusbetrieb in München. 1998 verlieh Stoiber der Zirkusdirektorin den „Bayerischen Verdienstorden“.
3. Christian Schmidt – Bundeslandwirtschaftsminister (CSU):
christian.schmidt@bundestag.de
In „seinem“ Ministerium werden Tierschutzgesetze gemacht – oder vielmehr nicht gemacht. Von einem Wildtierverbot im Zirkus hält Schmidt – wie auch seine Vorgängerin Ilse Aigner – nichts. Auch von über 620.000 Unterschriften, die dem Ministerium im Sommer 2014 im Rahmen unserer Tyke-Kampagne übergeben wurden, ließ sich der Minister bisher kaum beeindrucken. Tierschutz wird im Bundeslandwirtschaftsministerium traditionell ganz klein geschrieben, um die lobbystarke Klientel aus der Agrar- und Ernährungsindustrie bei Laune zu halten.
4. Dieter Stier – tierschutzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
dieter.stier@bundestag.de
Allem Anschein nach weiß Herr Stier nicht einmal, wie das Wort Tierschutz geschrieben wird, denn er bremst und blockiert den Tierschutz, wo es nur geht. Was exotische Tiere im Zirkus angeht, hat er seine Prioritäten klar definiert: Er wolle „nicht auf das Leuch­ten von Kinderaugen im Zir­kus ver­zichten“.
Bitte versuche, die Politiker mit einer (höflichen) E-Mail zur Vernunft zu bringen.

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