Dienstag, 18. November 2014

Entwicklungspolitik goes Agrarindustrie





Hallo Manfred Paukstadt,

„Entwicklungspolitik goes Agrarindustrie” – das ist nicht nur der Titel einer neuen Studie, die INKOTA mit erarbeitet hat, sondern bestimmt auch immer stärker die Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Mit großem Erfolg haben wir gegen diese Tendenz mobil gemacht: Mehr als 65.000 Menschen haben sich an der Kampagne „Keine Entwicklungshilfe für Agrarkonzerne” beteiligt. Das hat nicht nur uns, sondern offensichtlich auch das BMZ überwältigt, das etwas merkwürdig auf die Unterschriftenübergabe reagiert hat.
Wir bleiben jedenfalls dran an der kritischen Beobachtung von Unternehmensinteressen.
Mit besten Grüßen
Ihr INKOTA-Team

Zauberei: 65.000 Gegner werden Berfürworter

Mit dem Mähdrescher vors BMZ und Hunger-Bowling vor dem Bundestag – den ganzen Frühling und Sommer über haben wir auf kreative Weise deutlich gemacht, dass wir mit der Förderung von Agrarkonzernen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit nicht einverstanden sind. Und das mit großem Erfolg: Mehr als 65.000 Menschen haben sich an unserer Unterschriftenaktion beteiligt.
Das BMZ war davon wohl genauso überwältigt wie wir und verwandelte kurzerhand durch geschickte Berichterstattung 65.000 Gegner von Agrarkonzernen in Befürworter einer Sonderinitiative des BMZ. Das fanden wir und unsere Kampagnenpartner ziemlich seltsam. 

Schokotour: Auf dem Weg für faire Schoki

In Zusammenarbeit mit über 50 Organisationen und Gruppen hat das Schokomobil auf seiner 12.000 Kilometer langen Reise durch zwölf Länder mit Konzerten, Tanzflashmobs, Partys, Workshops und Wettbewerben mindestens 20.000 Menschen erreicht und zum Einsatz für faire Schokolade mobilisiert.
Tour-Koordinator Sven Selbert, der das Schokomobil durch ganz Europa gefahren hat, zieht Bilanz und berichtet davon, wie Konsumentenbewusstsein, politisches Handeln, leckere Schokolade und Spaß den Weg für faire Schokolade bahnen.

Textilbündnis: Unternehmen kneifen

In einem intensiven Prozess, an dem auch INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung beteiligt waren, wurde seit Frühjahr 2014 im BMZ am sogenannten Texilbündnis gearbeitet. Erklärtes Ziel des Bündnisses ist es, Transparenz in die gesamte Lieferkette vom Baumwollfeld bis zur Konfektion zu bringen.
Doch kurz vor dem Start der Initiative sprachen sich die Unternehmensverbände Gesamtverband Textil+Mode, Germanfashion, AVE und HDE gegen einen Beitritt zum Bündnis aus. „Mit Ausreden versuchen sie, die Initiative kaputtzureden. Das ist aus unserer Sicht untragbar”, kommentierte Berndt Hinzmann von INKOTA den Rückzieher der Unternehmen.

Firmencheck: Wie fair zahlt Ihre Marke?

„Alle, die arbeiten, haben das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihnen und ihren Familien eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert.“ So steht es in der Erklärung der Menschenrechte – die Wirklichkeit in der Textilindustrie sieht anders aus.
Der Firmencheck zeigt Ihnen, welche Bekleidungsfirmen sich für einen existenzsichernden Lohn einsetzen und welche nicht. Das Heft im A7-Format passt in jede Brieftasche - der perfekte Begleiter für den nächsten Klamottenkauf!

Mosambik: Ein Machtwechsel blieb aus

Viele Mosambikaner/innen hatten im Vorfeld der Wahlen einen Machtwechsel herbeigesehnt. Doch der blieb aus: Die Regierungspartei FRELIMO konnte einmal mehr gewinnen.
Der mosambikanische Journalist Borges Nhamire vertrat bei seinem Besuch in Berlin die Meinung, dass die Wahlen nicht frei und fair verlaufen sind: Wählerlisten fehlten oder wurden manipuliert, Wahllokale öffneten mit stundenlangen Verspätungen und in manchen Wahlkreisen wurde sogar versucht, die Wahlurnen mit zusätzlichen Stimmzetteln für die FRELIMO aufzufüllen.

Veranstaltungen & Aktionen

4.-27. November 2014: INKOTA-Ausstellung „Discover Fairness!” zu Gast in Chemnitz, Soziokulturelles Zentrum Kraftwerk, Kaßbergstraße 36, 09112 Chemnitz
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24. November 2014: INKOTA beim EINEWELT-Zukunftsforum, STATION Berlin, Stand W1, Luckenwalder Straße 4-6, 10963 Berlin
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5. Dezember 2014: Europäischer Aktionstag für faire Schokolade
7. Dezember 2014: INKOTA beim Naschmarkt, Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42-43, 10997 Berlin
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Termine zum Vormerken

16. Januar 2015: INKOTA organisiert die Schnippeldisko zur großen „Wir haben es satt!”-Demo, Berlin
17. Januar 2015: „Wir haben es satt”-Demo, Berlin
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Publikationen & Materialien

Publikationen

Studie: Entwicklungspolitik goes Agrarindustrie
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Firmencheck: Wie fair zahlt Deine Marke?
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Plakat: Wenn das T-Shirt mehr wert ist als die Näherin
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Südlink: Urbaner Süden – Der schwierige Weg zu einer Stadt für alle
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Aktionshandbuch: Unite, act, change – Make Chocolate Fair!
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INKOTA-netzwerk: Jahresbericht 2013
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Videos

Videos von der Make Chocolate Fair! Schokomobil-Tour
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INKOTA-Doku: Wenn die Ernte ausbleibt – Wie Kleinbauern in Nicaragua die Landwirtschaft klimafest machen
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INKOTA-Doku: Ausverkauf um jeden Preis – Land Grabbing in Mosambik
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Ausstellungen

INKOTA-Roll-Up Ausstellung: Make Chocolate Fair!
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INKOTA-Ausstellung auf der Wäscheleine: Mit Frauenpower in die Unabhängigkeit
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INKOTA-Wanderausstellung: Discover Fairness! Aktiv für Menschenrechte
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Ausgabe 8/2014
November
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Zauberei:
65.000 Gegner werden Berfürworter

Schokotour:
Auf dem Weg für faire Schoki

Textilbündnis:
Unternehmen kneifen

Firmencheck:
Wie fair zahlt Ihre Marke?

Mosambik:
Ein Machtwechsel blieb aus
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